Wie misst man die Holzfeuchte richtig und warum ist sie beim Sägen mit der Bandsäge wichtig?
Die Holzfeuchte gehört zu den wichtigsten Faktoren, die den Sägevorgang und die richtige Wahl des Sägeblatts beeinflussen. Viele Anwender gehen davon aus, dass beim Sägen von Fichte oder Lärche immer ein Blatt für Weichholz ausreicht. Tatsächlich kann jedoch getrocknete oder lange gelagerte Fichte für das Sägeblatt problematischer sein als frisch geschlagenes Hartholz. Dieses Thema behandeln wir in einem separaten Artikel HIER.
Die zuverlässigste Methode, den tatsächlichen Zustand des Holzes zu ermitteln, ist die Verwendung eines Feuchtigkeitsmessgeräts für Holz. Allgemein gilt: Je hochwertiger und teurer das Messgerät, desto genauer die Messergebnisse.
Günstige Messgeräte haben eine Abweichung von etwa ±2 bis 4 %, während professionelle Geräte eine Genauigkeit von ±0,5 bis 1 % erreichen. Bei Holz ist ein Unterschied von wenigen Prozentpunkten sehr bedeutsam.
Günstigere Messgeräte messen nur die Oberflächenschicht (Stifte 3 bis 5 mm). Professionelle Geräte verfügen über längere Sonden oder kombinieren Stiftmessung mit einer berührungslosen induktiven Methode, die mehrere Zentimeter unter die Oberfläche eindringt. Bei dicken Stämmen ist das ein entscheidender Unterschied — die Oberfläche kann trocken sein, während das Kernholz noch feucht ist.
Ein weiterer Unterschied ist die Kalibrierung. Günstige Messgeräte verwenden eine universelle Messkurve, die die unterschiedliche Dichte der Holzarten nicht berücksichtigt. Professionelle Geräte haben Kalibrierkurven für verschiedene Holzarten. Fichte, Douglasie, Lärche, Eiche oder Buche verhalten sich bei der Messung nicht gleich.
Auch die Messstabilität unterscheidet sich. Günstigere Geräte können durch Umgebungstemperatur, Luftfeuchte oder die Qualität des Elektrodenkontakts beeinflusst werden. Professionelle Messgeräte verwenden hochwertigere Elektronik, die stabile und reproduzierbare Ergebnisse gewährleistet. Das ist besonders wichtig bei der Kontrolle des Trocknungsprozesses.
Für den normalen Gebrauch reicht ein günstigeres, aber nicht das billigste Modell aus. Wenn Sie jedoch regelmäßig die Trocknung, die Materialqualität oder dicke Stämme kontrollieren, lohnt sich die Investition in ein professionelles Gerät.
Auch bei einem günstigeren Messgerät empfehlen wir Modelle mit einem Anschaffungspreis von mindestens 250 € . Professionelle Modelle kosten üblicherweise etwa 650 €.
Beim Messen der Stammfeuchte empfehlen wir, folgende Grundsätze zu beachten:
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Messen Sie weiter vom Stammrand entfernt.
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Entfernen Sie Wasser von der Oberfläche, sonst verfälscht es das Ergebnis.
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Achten Sie bei Stiftmessgeräten auf die richtige Eindringtiefe.
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Führen Sie Messungen an mehreren Stellen des Stammes durch.
Der gemessene Wert allein ist jedoch nicht das einzige Kriterium für die Wahl des Sägeblatts. Holzart, Dichte, Lagerungsart, die konkrete Bandsäge und die Erfahrung des Bedieners spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Daher sollten Messergebnisse stets zusammen mit dem Gesamtzustand des zu sägenden Stammes bewertet werden.
