Schmierung und Konservierung
Durch regelmäßige Schmierung und Konservierung der Pilous-Bandsägen verlängern Sie deren Lebensdauer und sichern eine hohe Schnittqualität.
Die richtige Wartung der Pilous-Bandsäge ist die absolute Grundlage für ihre lange Lebensdauer, ihren zuverlässigen Betrieb und eine hohe Schnittqualität. Wenn der Maschine nicht ausreichend Pflege in Form von regelmäßiger Schmierung, Konservierung und Kontrolle gewidmet wird, können nach und nach Probleme wie Korrosion an Metallteilen, übermäßiger Verschleiß oder unnötige Stillstände im Betrieb auftreten. Daher lohnt es sich, sowohl auf den Korrosionsschutz als auch auf die systematische Schmierung aller beweglichen Maschinenteile zu achten.
Korrosionsschutz der Bandsäge
Jede Maschine funktioniert am besten in einer Umgebung, in der sie weder Regen noch Schnee ausgesetzt ist und bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt betrieben wird. Aus diesem Grund empfiehlt Pilous ausdrücklich, alle Bandsägen zumindest unter einem Vordach zu betreiben. Obwohl die Maschinen mit einem hochwertigen Oberflächenschutz in Form von Pulverbeschichtung oder Verzinkung ausgestattet sind, kann keine dieser Technologien einer dauerhaft feuchten Umgebung standhalten. Sehr oft erleben wir, dass Maschinen – insbesondere solche mit Sägebandkühlung durch Wasser – im Freien stehen gelassen werden, nicht nur dem Regen ausgesetzt, sondern häufig auch mit nicht entfernten, wassergetränkten Spänen im Sägebügel, selbst während Stillstandszeiten. Das im Holz enthaltene Wasser wirkt nämlich wie ein Elektrolyt und beschleunigt den Oxidationsprozess von Eisen. Beim Schneiden von frischem Holz lagert sich auf den Metalloberflächen (Sägeband, Kette, Führungsleisten, Schienen, Lager, Sägebügel usw.) ein dünner Feuchtigkeitsfilm ab, der die Korrosion begünstigt. Dieser Effekt wird zudem durch organische Säuren und Gerbstoffe verstärkt, die insbesondere aus Laubhölzern wie Eiche oder Buche freigesetzt werden und die Aggressivität der Umgebung erhöhen.
Rohholz enthält zudem gelöste Zucker und phenolische Verbindungen, die nach dem Trocknen eine klebrige Schicht bilden. Diese fängt anschließend Feuchtigkeit und Staub auf, wodurch die lokale Korrosion an Stellen begünstigt wird, die mechanisch nur schwer zu reinigen sind. Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer wirken zwar nicht direkt korrosiv auf Metall, ihre ätherischen Öle und Harze greifen jedoch Schutzbeschichtungen an, lagern sich auf der Maschinenoberfläche ab und verschlechtern die Haftung von Korrosionsschutzschichten. Im normalen Betrieb, insbesondere bei professionellen Bandsägen von Pilous, bieten Verzinkung und Pulverbeschichtungen einen ausreichenden Schutz. Dennoch sind regelmäßige Wartung, richtige Konservierung und der Schutz vor übermäßiger Feuchtigkeit die wirksamsten Methoden, um Metallteile rostfrei in gutem Zustand zu halten und ihre Lebensdauer zu verlängern.
Schmierung der Pilous-Bandsäge
Regelmäßige Wartung und die richtige Schmierung der Pilous-Bandsäge sind unerlässliche Schritte für ihren reibungslosen Betrieb und ihre langfristige Zuverlässigkeit. Es ist notwendig, die im Bedienungshandbuch angegebenen Empfehlungen zu befolgen, die empfohlenen Schmiermittel zu verwenden und die Wartungsintervalle einzuhalten. Alle drei Betriebsjahre empfehlen wir eine gründliche Inspektion durch den autorisierten Pilous-Service, der den Zustand der Maschine fachgerecht beurteilen und die erforderlichen Einstellungen oder Reparaturen vornehmen kann. Grundsätzlich sollte die Schmierung mindestens alle vierzig Betriebsstunden durchgeführt werden, um unnötige Ausfallzeiten zu vermeiden.
Schmierung der Laufschienen
Die Laufschienen professioneller Pilous-Bandsägen sind nicht korrosionsgeschützt, daher ist ihre regelmäßige Schmierung und Reinigung unbedingt erforderlich. Beim Inbetriebnehmen der Maschine empfehlen wir, alle vier Filzschmiernippel zu demontieren und für einige Minuten in ein Ölbad zu tauchen, damit sie sich vollständig sättigen können. Im normalen Betrieb ist es sinnvoll, die Schmiernippel nach jeder Schicht mit Konservierungsöl nachzufüllen. Wenn die Säge Holz mit hohem Harzanteil schneidet, wie z. B. Lärche oder Kiefer, wird empfohlen, die Intervalle für Schmierung und Reinigung auf die Hälfte zu verkürzen.
Schmierung der Ketten
Die Ketten von Bandsägen arbeiten in einer staubigen Umgebung. Aus diesem Grund wird die Verwendung von herkömmlichem Kettenöl nicht empfohlen; stattdessen sollte spezielles Trockenöl vom Typ „Dry Lube Oil“ verwendet werden, das für staubige Umgebungen geeignet ist. Falls die Kette mit normalem Öl geschmiert wurde, ist es unbedingt erforderlich, überschüssiges Öl abzuwischen, da auf einer fettigen Oberfläche Späne haften bleiben, die das Öl austrocknen und anschließend den Korrosionsprozess einleiten.
Schmierung der Kugellager
Für die Schmierung von Lagern – sei es bei Führungsrollen oder Laufradlagern – gilt die grundlegende Regel: Lager niemals vollständig mit Schmiermittel füllen, sondern höchstens bis zu einem Drittel bis zur Hälfte des freien Raums. Wird das Lager vollständig gefüllt, kommt es nach dem Start zu einer extremen Erwärmung, manchmal bis zu 50 °C. Der hohe Widerstand und die hohen Drehzahlen führen zu einer Knetung des Schmiermittels, das durch die Temperatur degradiert, schwarz wird und allmählich seine Schmierfähigkeit verliert.
Umlaufräder
Besondere Aufmerksamkeit ist auf die Lager der Umlaufräder, insbesondere auf die Kegelrollenlager, zu richten. Diese Lager müssen nicht nur regelmäßig geschmiert, sondern auch auf Spiel überprüft werden. Die richtige Vorgehensweise besteht darin, das Sägeband abzunehmen, die Keilriemen des Hauptmotors zu lösen und zu entfernen und anschließend die Lager in der Position „sechs Uhr“ und „zwölf Uhr“ zu bewegen. Die Lager sollten kein Spiel aufweisen. Nach einigen Tagen Betrieb kann es vorkommen, dass sich die Lager „setzen“ und Spiel auftreten kann. In diesem Fall müssen die Lager gemäß Bedienungsanleitung nachgezogen werden, jedoch vorsichtig – nicht überdrehen.
Keilriemen
Die Keilriemen des Hauptantriebs sollten bereits nach wenigen Betriebstagen nach dem Kauf der Maschine überprüft werden. Nach kurzer Zeit setzen sie sich auf den Riemenscheiben ab und ihre Spannung lässt nach. Wird dieser Schritt vernachlässigt, kann der Sägebandlauf direkt im Schnitt stoppen. Nach etwa vier Jahren Ein-Schicht-Betrieb wird empfohlen, die Keilriemen auszutauschen, um mögliche Probleme im Betrieb zu vermeiden.
Motor
Auch wenn es nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, verdient auch der Hauptmotor der Bandsäge Aufmerksamkeit. Das Festfressen von Lagern führt in der Regel sehr schnell zu Überhitzung und zum Durchbrennen des Motors, was erhebliche finanzielle Kosten und oft mehrere Tage Stillstand der Säge zur Folge hat. Motoren bis 22 kW haben wartungsfreie Lager, die nicht nachgeschmiert werden können. Hersteller empfehlen, diese Lager nach etwa 20.000 Betriebsstunden zu ersetzen, was bei Ein‑Schicht‑Betrieb ungefähr 10 Jahren entspricht. Größere Motoren über 22 kW sind in der Regel mit Schmiernippeln zum Nachschmieren der Lager ausgestattet. Die Nachschmierintervalle und die erforderliche Menge an Schmierstoff sind auf dem Typenschild des Motors angegeben. Für weitere Informationen zur Motorwartung empfehlen wir, die Handbücher der jeweiligen Motortypen zu studieren. Einige finden Sie HIER.
Pilous-Service und Original-Ersatzteile
Obwohl regelmäßige Wartung und richtige Schmierung der Pilous-Bandsäge einen wirksamen Weg darstellen, ihre Lebensdauer zu verlängern und einen zuverlässigen Betrieb aufrechtzuerhalten, darf auch der professionelle Service nicht vernachlässigt werden. Der autorisierte Pilous-Service verfügt über das notwendige Fachwissen und Original-Ersatzteile, die für die maximale Leistung der Maschine erforderlich sind. Bei Bedarf können Sie uns jederzeit unter der E-Mail-Adresse servis@pilous.cz kontaktieren; unsere Fachleute beraten Sie gerne oder planen einen Servicetermin. Durch professionelle Pflege stellen Sie sicher, dass Ihre Pilous-Bandsäge über viele Jahre hinweg einwandfrei und mit maximaler Effizienz arbeitet.
Hier ein schlechtes Beispiel für über Nacht im Sägerahmen zurückgebliebene nasse Späne.
